01
04
2017

So war die Rückkehr in die Goetheanlage

Laut zwitschern die Vögel in den Bäumen der Goetheanlage im Kasseler Vorderen Westen. Ein leichter Wind streicht durch die Blätter. Ansonsten ist nur wenig zu hören – und zu sehen: Es ist fünf vor halb sieben an diesem Donnerstagmorgen, und die Sonne ist noch nicht aufgegangen. Trotzdem haben sich schon einige Menschen auf dem Basketballplatz der Anlage zusammengefunden.

Sie breiten Sportmatten aus, unterhalten sich, lachen. Fahrradlampen leuchten in der Dunkelheit, weitere Sportler sind auf dem Weg zum Platz. Gleich beginnt hier die Fitnessaktion 06:30. „Die Mütze habe ich prophylaktisch aufgesetzt“, sagt Norbert Rommel und lacht. Er war schon am Montag in der Goetheanlage mit dabei, als 6:30 dort das erste Mal nach der Winterzeit wieder stattfand – bei drei Grad.

„Ich hab mich auf den Start draußen gefreut. Man bekommt hier zweierlei: Bewegung und frische Luft“, sagt Rommel. Diesmal haben die Frühsportler mit dem Wetter mehr Glück. Auch ohne Sonnenschein ist es warm. „Perfekt“, findet Übungsleiterin Hania Lazaar, die auch so dafür sorgt, dass den Teilnehmern ordentlich heiß wird. Für sie ist es das erste Training in der Goetheanlage. „Ich war vorher etwas aufgeregt, aber das bin ich jedes Mal“, sagt sie.

Auch für Ellen Frankfuhrt ist es eine Premiere, sie ist das erste Mal bei der Aktion dabei und schon begeistert: „Ich finde es total schön hier draußen. Es ist einfach toller als alleine im Sportstudio.“ Mit den anderen 30 Frühsportlern legt sie nun unter der Anleitung von Lazaar los.

Popmusik tönt gemeinsam mit dem Vogelgezwitscher über den Basketballplatz. Als die erste Übung, seitlicher Ausfallschritt, beginnt, wird die Menge leiser. Die Teilnehmer kommen ordentlich ins Schwitzen. Nach und nach fliegen die Jacken auf die Sportmatten. Munter wird es erst wieder als Lazaar die vierte Übung verkündet: Strecksprünge. Die Antwort: Ein kollektives „Och nöö!“, anschließend Lachen.

Während sich die Frühaufsteher auf dem Platz fit machen, startet auch langsam die Sonne in den Tag. „Wir gehen im Hellen hier weg“, ruft Lazaar motivierend in die Runde. Und Recht hat sie: Als um kurz nach sieben der letzte Durchgang beendet ist, scheinen die ersten Strahlen durch die Wolken.

„Es war super“, lautet Ellen Frankfurths Fazit. Ob sie wiederkommen will? „Einmal die Woche habe ich mir festvorgenommen, am liebsten zweimal.“ Auch die Übungsleiterin ist zufrieden: „Ich habe mich so darauf gefreut, wieder draußen zu trainieren und auch die Leute haben gestrahlt.“

Als sich die Sportler von einander mit Applaus verabschieden, fliegen ein paar Vögel über den Himmel. Mit dem warmen Frühlingswetter geht es nun in den Tag. Die Radfahrer brauchen für den nächsten Weg kein Licht mehr.

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