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03
2017

Schwitzen und Schmerzen beim Yoga: 06:30 ist wieder an der frischen Luft

Es hat ein bisschen was von Marathon-Stimmung an diesem Sonntagmorgen rund um das Auestadion. Schon aus weiter Entfernung sind lautsprecherverstärkte Stimmen und Musik zu hören, die Sonne zeigt ihr schönstes Lächeln, die Wolken haben sich eine Pause verordnet.

Beste Voraussetzungen also für das 06:30-Spezial um 9.30 Uhr. Die Fitnessaktion unserer Zeitung geht wieder an die frische Luft, an diesem Tag mit Verstärkung. Als Vorgeschmack auf den Yoga-Sommer gibt es nicht nur Fitness, sondern auch etwas für die Dehnbarkeit des Körpers.

Die Tartanbahn vor der Haupttribüne ist schon um kurz nach neun von Matten gesäumt. Kurz bevor es losgeht, biegt auch Silke Gerke noch auf die Zielgerade ein – sie schiebt einen Kinderwagen vor sich her. Tochter Frida ist dabei, wenn auch dick eingepackt und mit Mütze und nicht in kurzer Sportkleidung, die einige der Frühaufsteher schon aus dem Schrank gekramt haben.

Das Training leiten 06:30- Mitinitiator Sascha Seifert und Hania Lazaar. 120 Gesichter blicken ihnen in freudiger Erwartung entgegen. Es ist zu spüren: Es wird Zeit, endlich wieder draußen zu schwitzen. Zum Warmmachen gibt’s Sprünge auf der Stelle – und das Gefühl, das Stadion finge an zu wackeln.

Dr. Alban singt seinen Song „It’s my life“. Natürlich nicht live – DJ Marco Leistner ist ebenfalls im Auestadion und sorgt für die richtige Musik. Eine halbe Stunde lang ist diese richtig motivierend, dann wird sie eher beruhigend. Das ist aber auch so gewollt. Denn in der Halbzeit übernimmt Yoga-Trainer Lars Tabert den Frühsport-Vorsitz.

Sein Motto: Ist das Gesicht noch so schmerzverzerrt – es geht. Er testet die Belastbarkeit der Sehnen und Bänder. Und bringt einige an die Grenzen ihrer Möglichkeiten. Aber wichtig: „Immer die Mundwinkel nach außen.“

Auch Silke Gerke und Frida sind beim Yoga noch dabei. Frida sitzt auf dem Schoß ihrer Mutter und gemeinsam genießen sie die Sonnenstrahlen. Ab und zu werfen Jogger und Spaziergänger einen Blick ins Auestadion, um zu schauen, wer für die Geräuschkulisse verantwortlich ist. Diese ist für die Frühsportler teilweise nur verzerrt zu hören. Trotzdem: ein toller Auftakt.

Bilder vom Training gibt es hier.