06
04
2016

Mehr als nur Muskelkater – Was aber erwartet Sie?

Keine zwei Wochen mehr, dann startet unsere Frühsportaktion 06:30. Dann bieten wir dreimal in der Woche an, mit uns und einem Trainer Frühsport zu betreiben – ab 6.30 Uhr. Was aber erwartet Sie? Unser Fitnessexperte Sascha Seifert sagt, für wen die Aktion geeignet ist und was zu beachten ist. Sollten Sie darüber hinaus noch Fragen haben, melden Sie sich: sportredaktion@hna.de.

Herr Seifert, was erwartet die Teilnehmer von 06:30?
Seifert: Zunächst mal einen heftigen Muskelkater. Wir testen das Programm seit fünf Wochen und bekommen ihn immer wieder. Die Intervall-Übungen kommen dabei aus dem Tabata, wobei 70 Prozent der Maximalleistung gefordert sind.

Ein Muskelkater ist aber nicht die einzige Auswirkung des Trainings, oder?
Seifert: Nein. Die Fettverbrennung wird bis 72 Stunden nach dem Training erheblich gesteigert. Zudem arbeitet der Stoffwechsel intensiver. Weitere positive Effekte sind eine bessere Sauerstoff-Aufnahmefähigkeit sowie eine höhere Leistungsfähigkeit im Ausdauerbereich. Weiterhin sinken Insulinspiegel, Blutdruck und Cholesterin.

Wie ist das Trainingsprogrammm gestaltet?
Seifert: Es gibt 20 verschiedene Übungen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Daraus werden stets fünf Übungen absolviert, und zwar jeweils achtmal hintereinander 20 Sekunden lang. Jeder kann diese Übungen dann in seinem Tempo absolvieren. Das Ganze ist ambitioniert, aber folgt nicht dem reinen Leistungsgedanken. Wichtig ist das gute Körpergefühl hinterher.

Welche Rolle spielt die individuelle körperliche Verfassung dabei?
Seifert: Wir trainieren in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen. Hierdurch wird garantiert, dass Anfänger und Fortgeschrittene unabhängig von unterschiedlicher körperlicher Verfassung gemeinsam trainieren können.

Das Trainingsprogramm ist also für jedermann geeignet?
Seifert: Eigentlich ja. Man sollte aber körperlich gesund, fit sein und zehn Liegestütze sowie 20 Kniebeugen hinbekommen. Außerdem sollten Gelenke und Wirbelsäule in Ordnung sein.

Wie oft muss man trainieren, um die oben beschriebenen Wirkungen zu erzielen?
Seifert: Zwei bis drei Einheiten pro Woche sind optimal. Mehr bringt nichts. Weniger ist auch nicht ratsam, weil sich der gewünschte Trainingseffekt so nicht einstellt.

Welche Ernährungstipps gegeben Sie den Teilnehmern mit auf den Weg, auch in Anbetracht der frühen Uhrzeit um 6.30 Uhr?
Seifert: Wer es kann, sollte nüchtern trainieren. Wer nicht, frühstückt am besten nur eine Banane. Am Abend vor und unmittelbar nach dem Training ist eiweißreiche Nahrung sinnvoll. Zu Mittag machen Kohlehydrate Sinn.

Wie wichtig ist die ausreichende Nachtruhe vor dem Training?
Seifert: Ohne die geht es kaum. Sieben bis acht Stunden Schlaf sind erforderlich. Für jemanden, der aus der Nachtschicht kommt, ist der Frühsport eher nicht geeignet.

Ist das Training mit besonderen Umständen verbunden?
Seifert: Keineswegs. Es dauert nur rund 30 Minuten und nimmt somit wenig Zeit in Anspruch. Weil man kräftig schwitzt, ist danach aber eine Dusche nötig. Sonst benötigt man nur Sportkleidung und ein Handtuch, Geräte sind nicht erforderlich.

Was hat Sie selbst dazu bewegt, das Programm zu entwickeln und mitzumachen?
Seifert: Ich will und muss als Unternehmer auch fit sein, habe aber für viele Trainingsmöglichkeiten zu wenig Zeit. Mit 06:30 habe ich nun ein optimales Ganzkörpertraining, das individuell zugeschnitten werden kann.

Auf welche Dauer ist die Aktion angelegt?
Seifert: Das Training selbst geht immer weiter. Sogar von zu Hause aus kann jeder über unsere Homepage, die bald an den Start geht, mitmachen. Aber in der Gruppe macht es natürlich mehr Spaß. Irgendwann ist dann ja auch der Muskelkater weg.