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04
2017

Jetzt wird auch an der Uni Kassel trainiert

Die Fitnessaktion 06:30 bekommt einen neuen Standort: Ab Mittwoch ist Frühsport auch vor dem Campus Center der Universität Kassel möglich. Immer mittwochs wird dort dann Trainer Christian Tripp die Einheiten leiten. Warum macht die Uni mit? Was gibt es für Besonderheiten? Und ist 06:30 überhaupt etwas für Studenten? Wir haben vorab mit Tobias Heyer gesprochen. Er ist für den Hochschulsport in Kassel zuständig.

Herr Heyer, haben Sie eigentlich schon bei 06:30 morgens mittrainiert?
Tobias Heyer: Bisher leider noch nicht. Das liegt ein bisschen daran, dass ich außerhalb wohne – in Hann. Münden. Das ist mit der Anreise doch sehr früh. Aber ich habe es mir fest vorgenommen.

Das wird sich aber sicherlich dann ab dem 19. April ändern?
Heyer: Ja, definitiv.

Denn am 19. April geht’s endlich los – 06:30 vor dem Campus Center. Warum macht die Uni da mit?
Heyer: Grundsätzlich ist es erst einmal so, dass wir die Aktion richtig gut finden. Den Tag gemeinsam starten. Morgens um halb Sieben. In einer Gruppe. Vor dem Frühstück quasi, dann kurz duschen, eine Kleinigkeit essen. Danach zur Arbeit. Ich glaube, das ist ein sehr guter Beginn eines Tages.
Aber ich glaube eben auch, dass wir mit über 25 000 Studierenden und mehr als 3000 Beschäftigten da allen ein tolles Angebot machen können, um in den Arbeits- oder Unitag zu gehen. Deswegen haben wir ja erst in der Auehalle angefangen, um zu sehen, wie das angenommen wird. Aber weil wir in der Damaschkestraße etwas außerhalb sind, haben wir mit dem Campus Center jetzt einen zentraleren Anlaufpunkt.
Studenten sind ja aus den verschiedensten Gründen häufig nachtaktiv. Ist 06:30 da überhaupt passend?
Heyer: Ich hatte gerade den Gedanken: Vielleicht ist es etwas für die, die direkt nach der Party kommen. Nein, wir haben jetzt die Erfahrungswerte aus der Halle. Da waren durchaus einige Studenten mit dabei – ich würde sagen etwa die Hälfte.

Bis jetzt war 06:30 an allen Standorten kostenlos, an der Uni gibt es einen kleinen Beitrag, der bezahlt werden muss. Warum ist das so?
Heyer: Genau, es kostet 1,50 Euro für Uniangehörige, ansonsten 5 Euro pro Monat. Aber´: Wir nehmen 06:30 in unser gesamtes Hochschulsport-Programm auf. Und dieser Beitrag bezieht sich dann nicht nur auf das Fitnessangebot, sondern auf alle Sportangebote der Uni.
Das ist dann schon sehr umfangreich. Wir haben 170 verschiedene Möglichkeiten, die wöchentlich durchlaufen. Die können dann fast alle genutzt werden. Es gibt ein paar Ausnahmen, bei denen zusätzliche Kosten anfallen.

Noch einmal ganz explizit: Warum diese Kosten?
Heyer: Ganz pragmatisch: Die Übungsleiter kosten Geld. Es entstehen Kosten für dieses Angebot. Der Beitrag ist dafür da, diesen Bedarf ein Stück weit zu decken. Aber wir kommen da bei Weitem nicht hin, dass wir Gewinn machen oder eine Schwarze Null schreiben. Es ist ein kleiner Ausgleich.
Geben Sie Beispiele: Was beinhaltet der Hochschulsport?
Heyer: Von den Klassikern der Ballsportarten – Fußball, Handball, Basketball – über einen riesigen Bereich „Fit und gesund“, Kampfsport, Tanzen, Turnen. Wir haben aber auch ein bisschen was Exotischeres: Geocaching oder Tipp-Kick. Und natürlich ist da auch noch unser Bootshaus an der Fulda mit 20 Angeboten in diesem Semester.

Was wünschen Sie sich für den 19. April?
Heyer: Ich wünsche mir viele, viele Teilnehmer. Viele Uniangehörige. Ich hoffe, das Wetter passt. Wir haben einen tollen Trainer mit Christian Tripp, der jahrelang im Uni-Fit – dem unieigenen Fitnessstudio – gearbeitet hat. Das wird einfach ein toller Tag, denke ich. Und dann wird es ein ganz toller Start in das kommende Sommersemester.