06
05
2016

06:30-Fitness-Kolumne „Muskel-Kater“

Warum unsere Fitnesskolumne Muskelkater heißt? Na klar, die Sache mit dem Nomen est omen. Soll heißen: Wo vorne Sport drauf steht, kommt hinten oft Schmerz raus. Ist bei 06:30 nicht anders. Am besten hältst du es aber wie mit dem Bild unseres Muskelkaters – ist doch ein niedliches Tierchen, oder? Also heißen wir ihn willkommen, den Muskelkater. Motto: Tut weh, ist aber trotzdem schön.

Denn dass er kommt, das ist so sicher wie die Hechelatmung spätestens beim sechsten Durchgang des Bergsteigers. Doch die Beine müssen ja immer weiter ran an den Bauch. Vor, zurück, vor, zurück. So viel Schweiß ist selten in so kurzer Zeit.

Es ist die hohe Frequenz in den Intervallen, die den Muskelkater garantiert für jemanden wie mich, der am Vatertag zum ersten Mal richtig mittrainiert. Die ungewohnten Bewegungen spüre ich kurze Zeit nach den Übungen an den Innenseiten der Oberschenkel. Warum also gehe ich trotzdem so beschwingt nach Hause? Ganz einfach: Es waren so viel Menschen um mich herum. Jüngere und ältere. Fitte und nicht ganz so fitte.

Trotz Anstrengung herrscht beste Laune. Das trägt durch die Übungen. Auch dann, als viele überrascht feststellen müssen, was Lehrer Lars Tabert so beschreibt: „Yoga ist nicht nur Räucherstäbchen und ein klangvolles Om.“ Yoga kann auch dehnen. Yoga kann den Bauch zum Zittern bringen vor Anstrengung. Yoga kann über 100 Sportler synchron ächzen lassen. Und ja, auch Yoga kann Muskelkater .

Wenn Sie in den nächsten Tagen einen von uns etwas langsam und hin und wieder leise aufstöhnend über die Straße oder durch die Gänge des Büros schleichen sehen, dann denken Sie also : 06:30 tut weh. Aber es ist schön!

Über den Autor

Frank Ziemke (53) ist Leiter der Sportredaktion und kümmert sich – seit er über 50 ist – bevorzugt um die Fitnessthemen und Mitmach-Aktionen bei der HNA. Klar, dass er daher auch bei 06:30 gerne selbst mitmacht.